Der geradezu märchenhafte Ausbund von Talent, Virtuosität, Musikalität, Energie und Disziplin sowie die Obhut eines Herbert von Karajan beförderten den Weg vom Wunderkind zum Weltstar: Der Gesang ihres Geigenspiels ist von einmaliger Schönheit.
Egal was Anne-Sophie Mutter spielt, es habe immer was Erotisches, erklärte die Geigenvirtuosin im Rhenischen Merkur: "Musik lebt von der Suggestion, von der Offenheit, davon, dass es keine Garantien gibt, sondern dass wir verdammt sind, uns immer wieder ... weiter lesenmit den gleichen Werken auseinanderzusetzen. Das ist meine Aufgabe, mich von der Musik aufregen zu lassen und zu versuchen, den Eros der Schöpfung an das Publikum weiterzugeben.Er stellt sich ein, weil man sich des Werkes nie sicher sein kann. Der Eros liegt in der stets neuen Aufregung und der Erregung darüber, wie man einem Werk dieses Mal begegnet. Ich weiß, was ich tun will, aber werde ich auch in der Lage sein, dem Stück erneut Leben einzuhauchen? Das ist ein zutiefst erotischer Akt! Es ist ein sehr intimer Vorgang – sowohl vom Komponisten als auch vom Interpreten. Denn letztlich öffnet jede gute Musik ja auch erschreckende Abgründe."